Beiträge von Plontine

Falls Du Interesse am neuen elektrischen smart #1 hast... - Besuche unser neues Forum! smart #1 Forum (Hinweis kann durch Klick auf das x geschlossen werden!)

    FelixFeldmarschall,

    es ist mir unfassbar peinlich. Alle meine Beiträge seit Mitte 2020 zum Thema Tagfahrlicht mit Voll-LED-Scheinwerfer habe ich durchforstet. Tatsächlich habe ich offenbar immer nur erläutert, was alles möglich ist und wie man es hinbekommt.

    Ich beziehe mich im Folgenden besonders auf das Stichwort "Vollcodierung", mit welchem wahrscheinlich der Hauptparameter Nsx_Singlebulb_DRL_Tail_CF = 3 gemeint ist. (Wir wollen nicht vergessen, dass es auch viele Forenteilnehmer gibt, deren Fahrzeuge diese Einstellung gar nicht zulassen.) Und auch darauf, dass die vorderen Lichtfunktionen (außer Nebelleuchten) voll vom MOPF-LED-Scheinwerfer abgedeckt werden, also z. B. kein "gefaketes" Stand-/Positionslicht in einem dafür nicht zugelassenen Blinkergehäuse, welches der Hauptuntersuchungs-Prüfer entdecken kann. Darüber hinaus muss man sich klar sein, dass im MOPF-LED-Scheinwerfer der Lichtauslass für Tagfahrlicht und Blinklicht ein und derselbe ist, es also bei gleichzeitiger Aktivierung zu Farbmischungen kommen kann. Und letztlich rede ich hier von Smart 453 Benziner vor 2020. Bei EQ ab 2020 kann alles anders sein, und das ist nicht meine Baustelle.

    Zwischen meinen früheren Zeilen und den Beiträgen anderer kann man alles herauslesen.

    Prüfschritte für die hauptuntersuchungsrelevanten Grundfunktionen (ohne Komfortsachen wie Welcome/Goodbye/Ambient/ComingHome):

    1. Motor anlassen, Fahrlicht ausschalten (nicht auf Automatik): Das TFL im Scheinwerfer muss strahlend hell reinweiß leuchten (Ich weiß, "strahlend" und "reinweiß" ist subjektiv, aber taugt wohl als Anhaltspunkt. Ich will hier keine Wellenlängebereiche nach StVZO anführen.)

    2. Blinker links für einige Zeit und Blinker rechts für einige Zeit betätigen. Das Blinklicht muss "reingelb" aufleuchten. Leuchtet es mehr weiß als gelb: Hauptuntersuchung durchgefallen. Früher war dann von den gelb lackierten Blinkerglühlampen der Lack alterungsbedingt abgeblättert.

    3. Blinker ausschalten, Warnblinklicht für einige Zeit einschalten. Anforderung wie unter 2.

    4. Fahrlicht einschalten. Das strahlend helle TFL muss deutlich dunkler werden, um Blendungsvorschriften nach StVZO zu genügen. Prüfung der Blinkfunktionen wie unter 2 und 3. Das Blinklicht muss wiederum "reingelb" aufleuchten. Falls das abgedunkelte TFL weiterhin an bleibt, könnte das gelbe Blinklicht ungewohnt leicht weißlich wirken. Vermutlich fällt das dann in den Ermessensspielraum der Prüforganisation.

    5. Motor aus, Fahrlicht aus, Zündung an oder aus (ist egal). Warnblinklicht einschalten. Hier sollte sich die "reingelbe" Blinkerfarbe zeigen. Das dient als Vergleichswert. Das Seitenblinken beim Smart geht nur bei Motorlauf.


    Falls es vielleicht nicht auf der Hand liegt: Beim Warnblinken müssen beide Seiten gleich reingelb leuchten. Nicht etwa die eine Seite gelb und die andere Seite weiß.


    Kommt dein Fahrzeug somit durch die gründliche und vollständige Hauptuntersuchung in Deutschland??

    Viel Glück will ich eigentlich nicht wünschen, da gab es schon Scherereien.

    Gruß

    Plontine

    McS, danke für die Bestätigung. Die Blink- und Warnblinkproblematik habe ich nun schon oft beschrieben.

    Plontines TFL-Zusatzsteuergerät ist so konstruiert, dass es das hellweiße oder gedimmte Tagfahrlicht/Positionslicht ausschaltet ("schwarz"), wenn das gelbe Blinklicht leuchtet. Das gilt unabhängig pro Seite. Blinkt es nur auf einer Seite (Abbiegen), wird nur die Seite schwarz geschaltet. Blinkt es auf beiden Seiten (Warnblinker), werden beide Seiten schwarz geschaltet.

    Durch Codieren lässt sich das beim Benziner vermutlich niemals lösen, weil die damaligen Fahrzeugsteuergeräte das nicht hergeben. Beim 2020er EQ dürfte andere Hardware verbaut sein, die das beherrscht.

    @ RonnyFlex

    Zu 1 und 3, bist du sicher, dass du beispielsweise Beitrag #445 (oder inhaltlich ähnliche anderer Autoren) gelesen und verstanden hast?

    Zu 2, schau bei MOPF-LED-Rückleuchtennachrüstung. Die dortige Codierung könnte (ich weiß es nicht) auch für vorn hilfreich sein.

    Ansonsten betrittst du mit der EQ-Nachrüstung eben Neuland und bist Pionier.

    Den schwarzen Kufatec-Kabelbaum wirst du wohl nicht benötigen, wenn dein alter Scheinwerfer schon das Blinklicht im Gehäuse hatte. Für den gelben Adapter gibt es bisher keine Berichte über erzielte Funktion oder Notwendigkeit.

    Statusmeldung Plontines TFL-Zusatzsteuergerät Version v3.0


    Fotos vom offenen Gerät und der Einbauposition.

    Plontine_453_DRL_Control_Unit_series_model_3v0_open_box_20210215_202938__.jpgPlontine_453_DRL_Control_Unit_series_model_3v0_mounting_position_20210215_203124__.jpg

    Video vom Betrieb: Beginn mit laufendem Motor, dann Motor aus, ab 1:25 Fahrzeug zu- und aufschließen mit Welcome/Goodbye. Die Aufnahmetechnik gibt leider die stets reingelben Blinkleuchten nicht perfekt wieder. Die erkennbaren sekundenlangen Helligkeitsrampen des Standlichts sind eine eingebaute Eigenschaft der Scheinwerfer.

    - YouTube


    Ausführliche Dokumentation wird erstellt, wenn das Gerät stabil reproduzierbar läuft.

    Anfragen bitte per PN.

    Eine häufiges Thema: Das TFL-Zusatzsteuergerät kann so modifiziert werden, dass es die zum Dimmen des TFL notwendigen Signale auch ganz allein erzeugt, wenn das Fahrzeug dazu nicht in der Lage ist.Plontine_453_DRL_Control_Unit_series_model_3v0_open_box_20210215_202938__.jpg

    Plontine_453_DRL_Control_Unit_series_model_3v0_mounting_position_20210215_203124__.jpg

    Vostec und andere aufmerksame Leser

    Auch wenn es eine Wiederholung früherer, nicht nur meiner, Beiträge ist:

    Evilution ist auf dem Stand, den dieser Thread seit #421 hat. Kane hat einen anderen Weg gewählt und mit "brute Force" die EEPROM-Inhalte verschiedener Steuergeräte verglichen. Keine Frage und Zweifel, er ist ein großartiger Pionier, und ich zahle meinen Tribut (€).

    Sein schon bekanntes Resultat (Zitat):

    If the DRLs have dimmed to become side lights, for some reason they don't turn off momentarily when the indicator flashes. This means that the white of the side light and the amber of the indicator mix and look yellow.
    If the DRLs or the side lights are on and the hazard lights are flashing, the DRL/sidelights stay lit and the hazard lights look yellow. If you are using hazard lights, turn your headlights off so they can flash amber.

    Seine Videos zeigen (vielleicht unbewusst) nur einen Scheinwerfer und offenbar auch kein Warnblinken. Die genaue Farbe des Blinkens ist wegen der automatischen Kameraregelung auch immer nur schlecht darstellbar.

    Eine Fehleinschätzung hat er inzwischen korrigiert, siehe auch #487 (Zitat):

    The 3 pin connector can be plugged in and ignored.
    Thanks to Thomas H we worked out that it's a low beam diagnostic output connection.Zuvor war er der irrigen Meinung, dieser Stecker würde für Ambient/Welcome Light gebraucht.

    Wie man mit [ EMM ] EMM_EDISON_DDT2000_SW15.1 und werksseitig Lichtpaket P25 zum (eingeschränkten) Ziel kommt, ist oben im Verlauf der letzten ca. 60 Beiträge doch recht nachvollziehbar und sollte beim gründlichen Studium keine ernsten Fragen offen lassen.

    Spannender wird nun, ob und wie man Leuten mit SW kleiner 15.1 und ohne P25 auch zum Erfolg verhelfen kann.

    Danke tomtom78,

    deine Tabelle spendiert ein weiteres Puzzleteil, gut gemacht. Ich fasse zusammen:

    Der 6-polige Stecker verbleibt, wie auch schon weiter oben beschrieben, in Originalverdrahtung, mit Ausnahme von Ader an Pin 6. Die Ader Pin 6 wird aufgetrennt und steckerseitig mit dem Frontschürzenblinker verbunden. Soweit ist alles bekanntes Terrain und löst nicht die (Warn-)blinkerproblematik.


    Besonders wertvoll sind deine Angaben zum 3-poligen Stecker. Da kommt also aus dem mittleren Pin 2 des Scheinwerfers ein Diagnosesignal heraus. Das erklärt, warum die Beschaltung dieses Pins bisher überhaupt keinen Einfluss auf die bekannten Funktionen des LED-Scheinwerfers hat. Dies Diagnosesignal müsste ohnehin auf bisher nicht bzw. anderweitig genutze Pins des Hauptsteuergerätes SAM gelegt werden, also eine aufwändige Änderung im Fahrzeugkabelbaum. Die notwendige Codierung und der notwendige Hardware-/Softwarestand, um diese Diagnosemöglichkeit zu nutzen, sind auch noch nicht bekannt.

    Mit diesem neuen Wissen ist der gelbe Adapter von Kufatec auch mit Vorsicht zu genießen. Im Originalkabelbaum trägt diese eine besagte Ader geschaltete 12 V bzw. Masse. Wird das auf den Diagnoseausgang des Scheinwerfers gelegt, kann (aber muss nicht) es zur Zerstörung dieses Ausgangs kommen.


    Es ist auch ein Schaltbild Stand Januar 2020 vom EQ mit P25 bekannt, nach welchem der 3-polige Stecker DB sogar zwei Pins (1 und 2) beschaltet hat. Pin 1 vom rechten Scheinwerfer wird dabei auf Pin 1 vom linken Scheinwerfer geführt. Die Pins 2 gehen wie laut deiner Tabelle ans Steuergerät. Kannst du das kommentieren? Meine Scheinwerfer haben definitiv nur einen Pin bestückt, die Nummer 2.

    MucSmart: Das ist schon mal eine sehr interessante Beobachtung, denn dann hätten wir ja codierseitig schon den "Werkszustand" erreicht.


    Bisher ist mir in meiner Fahrzeugflotte noch nie ein Auto mit legal weißlichem Blink-/Warnblinklicht untergekommen. Auch der Prüfdienst bemängelt bei der Hauptuntersuchung, wenn von gelb eingefärbten Glühlampen der Lack abblättert und es weißlich blinkt.

    Nach STVZO § 53a und § 54 müssen sie gelbes Licht abstrahlen. Die genaue spektrale Zusammensetzung ist allerdings nicht angegeben, also wird Interpretationsspielraum da sein bzw. es wird für Hersteller weitere Vorschriften geben, in denen das spezifiziert ist.


    So wie es ist, kann aus auch niemals eine Zulassung bekommen haben. Wird bei vollhellem TFL (Motor an, Fahrzeuglicht aus) das Warnblinken eingeschaltet, leuchtet es abwechselnd grellweiß und grellweißgelblich. Es gibt gar keine Dunkelphase.