[EQpassion Blog] Strategie und Zukunft von smart - Wie wird der neue SUV smart ED5 aussehen?

  • Im Jahr 2020 hat smart sich, als weltweit erster konventionelle Hersteller, zum rein elektrischen Hersteller umgebaut. Damit ist smart gleichauf mit Tesla und liefert nun ausschließlich elektrische Modelle aus.

    Wie wir Fans aber schon festgestellt haben, kommt jetzt dennoch erstmal eine Zeit, in der es darum geht durch zu halten.

    Der Umstieg kostet alle sehr viel Energie und verlangt Ausdauer, der sofortige Erfolg bleibt aus. Das Joint Venture mit Geely soll das aber schon bald ändern.



    Tesla hatte viele Jahre gebraucht, bis sie von Erfolg sprechen konnten. Bei smart soll es etwas schneller gehen, dennoch ist es nun wichtig, dass die Community zusammen hält und die Marke unterstützt:

    Als erstes soll ein neues Model kommen, die Medien sprechen von einem SUV, betonen aber weiterhin die Absichten, im B-Segment zu bleiben. Was das bedeutet und warum es kein richtiger SUV wird, darauf möchte ich in diesem Artikel eingehen.



    Alle folgende Links verweisen auf meine Webseite:


    Strategie und Zukunft von smart - Wie wird der neue smart aussehen?

    Wer genau ist eigentlich Geely?

    Was ist ein Joint Venture?

    Warum ein Joint Venture mit Geely?

    Was kommt von Daimler, was von Geely?

    SUV im B-Segment. Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

    Warum muss denn das unbedingt alles elektrisch sein, nichtmal Hybrid oder Wasserstoff?

    Wie wird der nächste smart aussehen, was wird er können?

    Was ist mit dem fortwo?





    Mein persönliches Fazit:


    Ich fahre den smart ED nun seit über 200.000 km und den smart EQ seit über 100.000 km, die Zukunft von smart liegt definitiv in der Elektromobilität. Davon bin ich überzeugt.


    Ob das Joint Venture zwischen Daimler und Geely der richtige Weg ist, weiß jetzt keiner, es ist momentan aber die beste Option. Tesla hatte zu Beginn auch eine sehr schwere Zeit und es gab fast wöchentlich Artikel, sie seien nun endlich Bankrott. Ende 2020 erreichten sie dennoch den Punkt, dass sie, zB im Mannheimer Service Center, alle 15 Minuten ein Auto ausliefern.


    Der lang ersehnte Umbruch hat 2020 begonnen und er wird nun stattfinden. Echte Fans der Marke bleiben ihr gerade jetzt treu, es kommen wieder bessere Zeiten. Sowohl für die Marke, als auch für deren Fans. Das kann man auch an der stetig wachsenden EQpassion Community sehen.

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  • Gruß André
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    für die Pflicht ^^ : 42EQ Cp '12/20, schwarz, Pulse + Exclusive / S205 C200d ´20
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    für die Kür :D : Chevy Special de Luxe 4-Door Sport Sedan ´40 / Buick Century 4 Door Hardtop Sedan ´58 / Mercedes W123 280E ´77 / Mercedes C124 230CE ´89 ;( ----------------
    mein Blog

  • Zitat

    Es wird ein echter smart SUV sein, der alles verkörpert, woran wir glauben – progressives Design, Innovation, Hightech und natürlich batterieelektrisches Fahren

    Vielleicht hätte man den Markenchef vorher briefen sollen?


    Progressives Design: Nicht wirklich. Aber Verkehrssicherheit geht vor und darum passt das Design schon. Der 450, 451 und 452 waren optisch deutlich auffallender.

    Innovation: Ähm, ernsthaft? Bis auf die Größe vom fortwo, ist bei Smart gar nichts innovativ, geschweige denn zeitgemäß und da meine ich nicht die Qualität des Innenraums. Man braucht nur zur Konkurrenz schauen, beispielsweise der neue Fiat 500e. Autonomes Fahren Level 2, elektrische Türgriffe mit Keyless-Go, digitaler 7-Zoll-Tacho, 10,25 Zoll Infotainmentsystem mit Navigation + kabelloses (!) Apple CarPlay/Android Auto, Wireless Charging, Sherpa-Modus (intelligentes Fahrprofil), elektronische Feststellbremse, kein Schalthebel unm. Sogar eine UV-Lampe ist im Luftfilter integriert und das bei einem Stadtauto! Wenn das neue Smart Modell nur halb so viel übernimmt, dann wäre ich schon zufrieden.

    Hightech: Haha, guter Witz

    Batterielektrischen Fahren: Das stimmt wenigstens.


    Das ist einfach ein blanker Hohn.

  • ... das sind Punkte, die man auch geschmacksmäßig diskutieren kann. Insbesondere das Design.

    Zur Technik: ich habe als Erstwagen auch ein Fahrzeug aus dem Hause FCA (um beim Beispiel Fiat 500e zu bleiben). Nach zwei Jahren Erfahrung damit kann ich sagen: Ja, keyless go vermisse ich stark beim Smart, genauso wie eine vernünftige einteilige Heckklappe (eine Kiste Bier über die untere Heckklappe zu wuchten fährt mir immer ins Kreuz ;-), aber je mehr Technik, desto mehr Probleme. Es kommen ständig Softwareupdates, die ein Problem beheben, dafür das nächste schaffen. Und FCA ist da nicht allein, wenn ich mir die vollgestopften id.3 anschaue.

    Daher freue ich mich bewusst über den Smart mit reduziertem HighTech-Programm. Kein Infotainmentsystem, keine UV-ausgestatteten Luftfilter, keine Displaysteuerung mit der Sitzheizung im 2. Untermenü u.ä., sondern Schlüsselbedienung, Schalter, Handbremse ... auch auf die Radarrekuperation könnte ich verzichten. Je weniger e-Tech und je mehr Mechanik, desto weniger Probleme, bessere Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit.

    Und so habe ich ein konservatives Auto mit Akku, das läuft und tut und ein - zugegebenermaßen etwas bequemeren - Hightechwagen, mit dem ich alle 4 Monate in die Werkstatt muss, und sei es nur für ein Update. Es hat alles seine Vor- und Nachteile - ich bin gespannt, wie die Geely-Version wird.

  • Weniger Probleme? Aktuell können User des Smart Cool & Media-Pakets ihr TomTom nicht updaten oder im schlimmsten Fall gar nicht verwenden. Oder der "Störung, Werkstatt aufsuchen"-Fehler, wo man den Smart nicht starten kann, wobei dieser wohl schon bei der Mehrzahl behoben wurde. Auch die Licht-/Regensensoren sind verbesserungswürdig. Darum geht es nicht um eine Schickimicki-Ausstattung, auf die man verzichten kann, sondern einfach um zeitgemäße Dinge. Im Smartphone-Bereich hört man ja auch keinen Hersteller "Touchscreen? Pf, zerbricht nur schnell und ist teuer. Wir setzen auf das alles Tastenhandydesign." sagen. Warum? Weil der Mainstream die neuste Technik haben will und gerade bei Daimler kann man sich gute Qualität erwarten. Der für damalige Verhältnisse mit voll gepackten Sensoren GLK (BJ 2013) meines Vaters war noch nie in der Werkstatt wegen eines Elektronikproblems. Ein Montagsauto kann man leider überall erwischen.

  • je mehr Mechanik, desto weniger Probleme

    Ich bin gelernter Maschinenbauer ("Technischer Produktdesigner, Maschinenbau") und Regel Nummer 1 ist: Jede vermeidbare Mechanik wird weg gelassen und durch Elektronik ersetzt. Die verschließt nicht und nervt auch sonst nicht. Funktioniert aber natürlich nur, wenn man sie nur zu 90 % fertig entwickelt und sich die letzten 10 % spart, weil die nochmal so Zeitintensiv wie die ersten 90 % sind.


    Das gute Elektrotechnik die Mechanik problemlos ersetzt und überflügelt ist ja auch die Thematik rund um den elektrischen smart: Der Antriebsstrang ist praktisch wartungsfrei. Daher kommen auch die Wartungskosten von durchschnittlich 130 € / Inspektion über 100.000 km.


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    Ich denke, dass man beim aktuellen 453er auch eines nicht vergessen darf:
    Das Fahrzeug an sich ist von 2014 (Fahrwerk und 12V-Ebene) und der Elektroautspezifische Zeil ist von irgendwo zwischen 2012 (Zoe-Antrieb) und 2017 (ED4 Akku).


    Geely müsste sich da schon sehr viel Mühe geben, wenn sie das nicht verbessern können. Schon alleine wenn sie ein Auto bauen, welches die (dann) günstige 2020-Technik im Jahr 2022 anbietet, haben sie einen Techniksprung von 3-8 Jahren geschafft.


    Potential gibt's mehr als ausreichend. Die Frage wird sein, wie man die Prioritäten setzen wird.

  • Laut der französischen Lokalpresse soll der 453er noch bis 2024 gebaut werden.


    Falls ihr auch kein Französisch könnt, hier ist der Artikel einmal durch Google-Übersetzer geklopft:



    Finde auch interessant, dass sie von knapp 150 smart EQ pro Tag sprechen.. Das sind vermutlich Arbeitstage, also ca. 35.000 Autos pro Jahr?



    2024 würde sich mit der bisherigen Strategie von smart decken, dass ein Facelift nochmal 3-5 Jahre gebaut wird, bevor es ersetzt wird. Das würde außerdem darauf hinweisen, dass (zumindest) der aktuelle fortwo erstmal parallel zum kommenden ED5 verkauft werden würde. Der "smart SUV" also nicht den fortwo ersetzen würde, sondern die Auswahl erweitern.

  • Es macht aus vielen Sichtweisen (Marketing, Verkauf etc.) wenig Sinn zwei Generationen parallel laufen zu lassen. Außer man sagt, dass die 4. Gen. zur 1. Gen. wird, weil man mit der Marke einen kompletten Neuanfang durchführt, aber da müsste ein Redesign auf allen Ebenen stattfinden und logisch wäre das auch nicht.


    Aufgrund der aktuellen Verkehrsentwicklung gibt es keinen Grund den fortwo einzustampfen. Daimler könnte langfristig mit smart das Kompaktsegment bedienen. Denn die A-Klasse ist mit fast 4,30 m und der GLA mit 4,40 m nicht wirklich ein Kleinwagen.

  • Naja, aktueller vortwo und zukünftiger "SUV" bedient zwei verschiedene Segmente. Kann mir vorstellen, dass der forfour beendet wird, aber der fortwo nicht.


    Dann hat man einen großen smart und einen kleinen. So wie es auch die Zoe und den Twingo electric nebeneinander gibt.