Beiträge von wodapol

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    Die Funktionen fand ich ja auch sehr praktisch, auch wenn sie letztlich alle für das Car Sharing erdacht wurden. Das Ende von ReadyTo war aber klar, als Daimler all seine Sharing-Aktivitäten an Stellantis verkauft hat, weil der Geschäftserfolg sich nicht einstellte. Inzwischen sind die außerskandinavischen Sharing-Anbieter ja wegen u.a. der "Hamburg-Probleme" weitgehend weg von E-Autos, wo sie keine Points mit eigenen Ladestationen haben.


    Besonders ärgerlich ist, dass man das vermutlich recht potente ReadyTo-Modul ohne den MB-Server für nichts nutzen kann. Es sei denn, jemand schafft es, an die Firmware zu kommen, sie zu dekompilieren und zu ändern. Alles fest verbaut und auch an den zweiten CAN-Bus angeschlossen wäre zumindest besser, als ein gestecktes OVMS.

    Wie kommst du darauf? Ready to wurde doch grad damit beworben dass du als Privatperson einfach dein Auto verleihen kannst.

    Ich habe es bei einem Wirtschaftsmagazin online gelesen. Müsste ich eigentlich noch mal finden können. Letztlich geht es ja immer nur um Geld oder noch mehr Geld. Der überwiegende Teil der ReadyTo-Fahrzeuge ging an Verleih-Unternehmen. Man darf sich hier nicht auf Deutschland beschränken. Benelux und Skandinavien z. B. waren uns in Sachen Carsharing um einiges voraus. Wenn der Markt für den Smart weg ist, weil die Unternehmen von den kleinen E-Autos Abstand nehmen, lohnt sich die Infrastruktur für die paar Privaten nicht mehr, die ab 2018 in D, F und I ReadyTo bestellen durften. Als wir den EQ gekauft haben, sagte der Händler schon, dass ReadyTo im privaten Bereich nicht so laufen würde, wie geplant, weil es sich gerade bei den Halter-Verantwortlichkeiten auch immer etwas am deutschen Recht reibt. Das kann man nicht weg versichern.

    Der Staat macht es mit den "kleinen Enteignungen" vor und Konzerne machen es nach. Natürlich alles im Rahmen von Recht und Gesetz. Beispiel Einrichtung einer Umweltzone für mein Wohngebiet. Also durfte ich dem 450er CDI, der zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so alt war, einen Partikelfilter verpassen lassen, damit ich weiterhin mein Zuhause anfahren durfte. Es gab zwar ein Bisschen Geld vom BAFA dazu, aber der Rest war dann mein Problem und das Auto wäre ohne Nachrüstung deutlich wertgemindert gewesen. Es ist die Kehrseite einer freien Demokratie und freier Wirtschaft. Beides möchte ich nicht missen, aber Fakt ist trotzdem: Wenn Du selbst keine Lobby hast, bist Du der Dumme. Beim 451 ED hat Daimler der Protest nicht gejuckt. Hier lief die APP schon nicht mehr, bevor der letzte ED3 verkauft war. Bei der Einstellung von ReadyTo waren Proteste von Privatleuten eh völlig uninteressant. Ob Carsharing-Anbieter entschädigt wurden, ist mir nicht bekannt. Warum soll es also jetzt anders sein?! Die Vorstände bei den Automobilkonzernen, die solche Entscheidungen treffen, sind in der Regel auch gleichzeitig diejenigen, die sich nie ein eigenes Auto kaufen müssen - geschweige denn dafür sparen. Firmen leasen in der Regel und geben dann zurück. Wirklich betroffen ist der private Käufer. Und der wird in den seltensten Fällen klagen, weil das ordentliches Geld kostet und der Ausgang ungewiss ist. Zudem ist die MB Connectivity Services GmbH als "selbstständiges Unternehmen" weder Hersteller noch Verkäufer des Fahrzeugs ... ein Schelm, wer hier eine gewisse rechtliche Absicherung gegen Kundenbegehren sieht.

    Man kann da jetzt noch bis zum Ende des Jahres und darüber hinaus lamentieren, oder sich vor Abschaltung um Ersatz kümmern. Es ist stark anzuzweifeln, dass ein paar weinende Smart-Eigentümer einen Automobilhersteller umstimmen, der den Markennamen längst verkauft hat. Die Smart Europe GmbH unter Gheely scheint es zudem nicht viel besser zu machen, wie diese Stilblüte aus dem Playstore zeigt ... ;)

    Danke für die ausführliche Antwort, aber davon hab ich zu wenig Ahnung.

    Auch die Leute mit Ahnung haben mal bei Null angefangen. Lies einfach mal ein Bisschen was darüber. Vielleicht kommst Du ja zu dem Schluss, dass nicht alles pnp sein muss und Du es trotzdem hinbekommst. Leider lassen es die Forenregeln nicht zu, Beiträge aus anderen Foren zu verlinken, aber es gibt tatsächlich eine Anleitung. Zudem sind einige Leute aus dem hiesigen Forum auch schon dort unterwegs, weil sie die Lösung für den Jahreswechsel benötigen.

    Es dürfte sich bei ReadyTo etwas anders abgespielt haben. Der Dienst wurde nicht für die Bequemlichkeit einzelner privater Käufer, sondern für Carsharing entwickelt und aufgelegt. Da diese Unternehmen aber wegen der Ladeproblematik und dann noch der auslaufenden Subventionen nach und nach E-Autos aus dem Programm geworfen haben, fehlte mit dem Absatz auch die Zielgruppe. Warum sollte Daimler sich Gedanken um private Nutzer machen?

    Das mit dem OVMS versteh ich leider nicht ganz, ist das Steckerfertig und ich gebe da jetzt nochmal das Geld für den Kauf aus oder kommen da Folgekosten?

    OVMS ist ein vor mehr als zehn Jahren entstandenen Open Source Projekt, das sich Elektrofahrzeugen mit schlechter, ausgelaufener oder komplett fehlender App angenommen hat. Einfach mal die Suchmaschine füttern. Es gibt ein Original-Modul, das mit LTE-Modem und OBD2-Schnittstelle ausgestattet ist. Der Bezug über GB kostet inzwischen Zoll und man kommt auf Kosten von ca. 260 € für die Hardware. Wesentlich günstiger ist die Eigenentwicklung von #Dimitrie78 in einem Nachbarforum. Der schreibt auch die Firmwares für den 451ED und den 453 ED/EQ. Man sollte ein gewisses Verständnis für die Materie mitbringen bzw. jemanden mit den Voraussetzungen haben, denn so ganz pnp ist es nicht, zumal auch immer mal wieder neue Firmware manuell eingespielt werden muss.

    Dazu käme dann noch Mobilfunk ... kommt auf Deine persönlichen Voraussetzungen an, ob es eine kostenlose Netzclub-Karte tut, oder ob Du wegen schlechter Empfangsbedingungen eine IoT-Karte mit Roaming benötigst.

    Das ist leider gar nicht so einfach, zumal mein WIS samt Teilekatalog zwar von März 21 ist, man aber trotzdem teilweise keine Facelift-Teile oder geänderte Anleitungen ab MJ 2020 findet. Da würde ich in jedem Fall mal einen erfahrenen Teile-Spezialisten suchen lassen. Wichtig ist in dem Zusammenhang Deine FIN mit der zugehörigen Ausstattungsliste. Ich könnte Dir da jetzt nicht so einfach eine Teilenummer hinschreiben. Da mein EQ von 2019 ist, würde es vermutlich auch nicht unbedingt helfen, wenn ich das Lenkrad zerlege und die Nummer poste.


    Ich hänge Dir mal ein Beispiel aus dem Teilekatalog an. Da steht weder i59 für Lederlenkrad dabei, noch dass es sich um ein Kunststofflenkrad handelt. Also nur ??? Bei anderen steht alles von Leder über Speedtronic/Limiter bis Voice-/Vol-Control drin, aber denen fehlt der Code für die Deutschland-Ausführung. Ich habe in den insgesamt 46 Einträgen "Lenkrad" mit der Vorauswahl WME und 453.491 nichts Passendes mit Deutsche Ausführung, Leder, Lenkradheizung, Tempomat, Limiter, Lautstärke, Sprachsteuerung gefunden. ?( Sorry.